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Kuchen, Brot und Revolution

17. September 21:00

Matthew Springs

Wie lebte es sich im Frankreich des 18.Jahrhunderts? Zwischen verschwenderischem Luxus und existenzieller Not, pastoraler Idylle und Revolution, Bettelstab und Guillotine? In französischen Liedern des 18. Jahrhunderts kommen sie alle zu Wort: die einfachen Bauern und Seemänner, Handwerker und Adeligen. „Soll das Volk doch Kuchen essen, wenn es kein Brot hat“. Die zynischen Worte Marie Antoinettes spiegeln das krasse Missverhältnis zwischen einem dekadenten Adel, der das Leben der Bauern imitierte, indem er einfache Hütten auf dem Gelände von Versailles errichten ließ, und dem verarmten Volk, das ums nackte Überleben kämpfte. Um die vermeintliche Idylle perfekt zu machen, spielten Aristokraten bäuerliche Instrumente wie Drehleier und Dudelsack und übernahmen sie in die damals beliebte französische Kammermusik. Matthew Spring und Sara Stowe verbinden in ihrem Konzert Kunstmusik, die im 18. Jahrhundert speziell für Drehleier geschrieben wurde, mit Hirtenliedern, regionaler Volksmusik und Liedern, die im Geist der Revolution geschrieben sind.

Matthew Spring, Drehleier, Barockgitarre
Sara Stowe, Sopran, Cembalo
17. September 21:00 - 22:00
Neanderkirche
Bolkerstr. 36, 40213 Düsseldorf
Telefon:
+49 211 82 82 66 22